Grassmann Algebra ed
Verallgemeinert unter anderem das Kreuzprodukt auf Vektorräume beliebiger Dimension.
äußere (Grassmann) Algebra ed
äußeres Produkt ed
- Definition
- Man nehme einen Vektorraum \( V \) mit Basis \( \{ e_i \} \) und Dimension n. Hierauf lässt sich rein abstrakt ein äußeres Produkt ( \( x \wedge y \) ) definieren durch ( \( x, y, v_i \in V \) ):
- assoziativ, bilinear
- \( x \wedge x = 0 \) (antisymmetrisch) (die anderen beiden sind Folgen hieraus)
- \( x \wedge y = - y \wedge x \)
- \( v_1 \wedge \cdots \wedge v_k = 0 \) , falls die \( v_i \) linear abhängig sind
- Räume von Produkten
Als äußere Algebra oder Grassmann-Algebra wird nun die direkte Summe der äußeren Produkträume bezeichnet:
- \( \bigwedge(V) := \oplus_{k=0}^n \bigwedge^k(V) \)
- Anmerkung
Basis ed
Die Basis jedes \( \bigwedge^k(V) \) wird gebildet von den äußeren Produkten k vieler Basisvektoren \( e_{i_1} \wedge \cdots \wedge e_{i_k} \) , wobei für die Indizes \( i_1 \lt \cdots \lt i_k \) gilt, da gleiche Indizes Null ergeben und unterschiedliche Indizes immer angeordnet werden (Antisymmetrie!). Es gilt damit \( \dim \bigwedge^k(V) = { n \choose k } \) .
Elemente \( a \in \bigwedge^2(V) \) können nun als Linearkombinationen der Basiselemente \( \{e_i \wedge e_j,i\lt j\} \) ausgedrückt werden. Der Einfachheit halber indiziert man die Entwicklungskoeffizienten mit demselben Indexpaar, wie die Basiselemente:
- \( a = \sum_{i\lt j} a^{ij} e_i \wedge e_j \)
- \( a = \frac 12 \sum_{i,j=1}^n a^{ij} e_i \wedge e_j =: \frac 12 a^{ij} e_i \wedge e_j \)
Entsprechend gilt für höhere Multivektoren
- \( \bigwedge^k(V) i a = \sum_{i_1\lt \dots\lt i_k}a^{i_1 \dots i_k} e_{i_1} \wedge \dots \wedge e_{i_k} = \frac{1}{k!} a^{i_1 \dots i_k} e_{i_1} \wedge \dots \wedge e_{i_k} \)
Rang ed
(nicht so wichtig)
Die äußeren Produkträume \( \bigwedge^k(V) \) entsprechen den antisymmetrischen Tensoren der Stufe k. Ähnlich der Tensorstufe wird der Rang des äußeren Produktes als k definiert.
Ein Element der (gesammten) äußeren Algebra \( \bigwedge(V) \) kann in Linearkombinationen von Elementen der einzelnen Produkträumen zerlegt werden, der Rang ist dann der höchste Rang der Teil-Elemente.
Beispiel ed
Für einen 3-dimensionalen Raum mit Basis \( e_1, e_2, e_3 \) ergeben sich folgende Multiplikationstafel:
$
$
Das erstaunliche am äußeren Produkt ist, dass seine Definition unabhängig von der gewählten Basis des Vektorraums ist. D.h. sie gilt vor allem auch in nicht-ON-Basen.
Dualraum ed
Definition ed
Der Dualraum zu \( V \) sei
- \( V^\star := \{ f : V \rightarrow \mathbb R | \mathrm{linear} \} \)
- \( \dim V^\star = \dim V \) .
Analog definiert man nun auch auf dem Dualalraum das äußere Produkt \( \bigwedge(V^\star) \) .
Ist auf \( V \) eine Basis \( \{ e_i \} \) gegeben, so wird für den Dualraum die Dualbasis \( \{ \tilde e^i \} \) verwendet, für die gilt:
- \( \tilde e^i ( e_j ) = \delta^i_j \) .
natürliches inneres Produkt ed
engl: interior product
Es existiert eine natürliche Abbildung, die einen Vektor und einen Dualvektor auf eine reelle Zahl abbildet, indem der Vektor einfach in den Dualvektor eingesetzt wird. Hierfür gilt:
- \( f(v) = (f_i \tilde e^i)(v^j e\j) = f_i v^j \delta^j_i = f_i v^i \)
Entsprechend kann dieses Produkt auf die Räume der äußeren Produkte \( \bigwedge^k(V) \) und \( \bigwedge^k(V^\star) \) ausgeweitet werden:
- \( (\alpha \in V^\star) \ \ i_\alpha : \bigwedge^k(V) \rightarrow \bigwedge^{k-1}(V) \)
Für ein \( \omega \in \bigwedge^k(V^\star) \) gilt