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Festkörperphysik
Kristalle
Definitionen
- Gitter
- Punktmenge, die unter Translationen in sich selbst übergeht. Wird von 3 Basisvektoren \( \vec a_{1,2,3} \) aufgespannt. Alle Punkte sind ganzzahlige Vielfache ( \( \vec v = n_1 \vec a_1 + n_2 \vec a_2 + n_3 \vec a_3 \ \ , n_{1,2,3} \in \mathfrak{Z} \) ) Diese Vektoren spannen die Einheitszelle auf.
- Basis
- Alle Atome in einer Einheitszelle
- Kristall
- Gitter + Basis
- reziprokes Gitter (k-Raum)
- Die reziproke Gitter-Basis erfüllt \( \vec b_i \cdot \vec a_j = 2 \pi \delta_{ij} \) , das reziproke Gitter wird von diesen Vektoren aufgespannt
- Wigner-Seitz-Zelle
- eine primitive Einheitszelle des Kristalles, die durch Flächen senkrecht zu Gitterpunkt-Verbindungen durch deren Mitte begrenzt wird
- 1. Brillouin-Zone (BZ)
- Die Wigner-Seitz im K-Raum
- Millersche Indizes
- ...geben Ebenen an...
Unter Symmetrien gibt es nur 14 eigenständige Punktgitter, die Bravaisgitter
Die dichtesten Gitter sind hcp und fcc (74%). NaCl ist fcc, wobei die Basis aus je einem Na und Cl-Atom besteht. Diamant ist auch fcc, aber mit 8 Atomen pro Zelle.
Bindungen
Edelgase
Durch van-der-Waals-Bindung: \( U ( r ) = - \frac A {r^6} + \frac B {r^{12}} \) . Die anziehende Dipol-Dipol-WW entsteht durch Kopplung von QM-harm.Osz. Der abstoßende Anteil ist die Austausch-WW durch Pauli (Überlappintegrale), wird auch gerne als Exp-Funktion geschrieben.
Ionen-Bindung
$ U = \cdots \frac 1 { 4 \pi \epsilon_0 } \frac{ q^2 }{ r } \sum_{ i e j } \frac{ \pm 1 }{ p_{ij} } =: \cdots \frac 1 { 4 \pi \epsilon_0 } \frac{ q^2 }{ r } \alpha \( , wobei \) \alpha \( die '''Madelung-Konstante''' der Struktur ist.
==== Kovalente Bindung ====
Elektronenpaar zwischen Atomen, Überlapp, Pauli... stark und stark gerichtet
==== Metall ====
Elektronen delokalisiert, kin. Energie erniedrigt
=== Beugung ===
Durch die Gitterstruktur sind alle physikalischen Eigenschaften als Fourier-Reihen darstellbar, z.B. die Elektronendichte \) n (\vec r) = \sum_{\vec G} n_{\vec G} e^{ i \vec G \vec r } \(
Für elastische Streuung gilt \) \vec k^2 = {\vec k'}^2 \( . Aus der Fourier-Reihe ergibt sich zusätzlich die Bedingung \) \vec k + \vec G = \vec k' \( , wobei G ein rez. Gittervektor ist. Dies ist äquivalent zur Bragg-Bedingung \) 2 d \mathrm{sin} \theta = n \lambda \( .
Die Bedingung wird auch gerne als \) 2 \vec k \vec G = G^2 \( geschrieben. reflektiert werden können alle K's, die von einem rez. Gittervektor auf dem Rand der 1.BZ enden. Oder über die ''Ewald-Kugel''...
Die Streuamplitude ist \) F_{\vec G} = N \int_{Zelle} n(\vec r) e^{ - i \vec G \vec r } dV =: N S_{\vec G} \( mit N der Anzahl der Zellen. Der Strukturfaktor wird gerne als Summe der Atomfaktoren geschrieben \) S_G = \sum_{Basis} f_{Atom} e^{Phase} \(
== Phononen ==
=== Gitterschwingungen ===
Die Phasengeschwindigkeit ist \) v_{ph} = \frac \omega k \( , die Gruppengeschwindigkeit ist \) v_g = \frac{ d\omega }{ dk } \( bzw. \) \vec v_g =abla_k \omega \( .
Eine 1D-Kette mit Atomen der Masse M, Gitterabstand a und der Federkonstante C (period. Randbedingungen) ergibt eine Dispersionsrelation \) \omega = \sqrt{ 4 C/M } \vert \mathrm{sin} \frac{ ka } 2 \vert \( und somit \) v_g \propto \mathrm{cos} \frac{ ka } 2 \( .
Sinnvolle k-Werte sind nur im Bereich \) -\frac \pi a \leq k \le \frac k a \( , was der 1.BZ entspricht. An deren Rand ergeben sich dabei stehende Wellen.
Nimmt man p verschiedene Atome pro Gitterzelle, so ergeben sich:
* 1 '''akkustischer''' Zweig: die Atome schwingen miteinander, wie oben \) k \ll \frac \pi a \Rightarrow \omega \approx \sqrt{ C/M } a k \propto k \(
* (p-1) '''optische''' Zweige: gegeneinander, \) k \ll \frac \pi a \Rightarrow \omega \approx \mathrm{const} \( (Name, weil im opt. Bereich anregbar? oder nur Gegenteil zu akk.)
Für ein 3D-Gitter ergeben sich:
* 3 akk. Zweige: 1 LA (longitudinal akk.) + 2 TA (transversal akk.)
* (3p-3) opt. Zweige: (p-1) LO + (2p-2) TO
Gitterschwingungen verhalten sich wie '''Bosonen''', ist n die Phononenzahl, ist die Energie (einer Mode) \) \epsilon = ( n + \frac 12 ) \hbar \omega \( . Bei der 1D-Kette konnten bei N Gitterpunkten N Schwingungszustände (k-Werte) besetzt werden, somit gilt \) k_s = \frac{ 2 \pi }{ N a } \cdot s \ \ , s \in \mathfrak{Z} $
Modelle
Thermodynamik
Experimente
Phonon-Dispersionsrelation
inelastische Neutronenstreuung (n, da es nur Atomkern sieht), Wellenvektor-Differenz, Energiedifferenz messen, gibt k und omega der Phononen.
Phononlebensdauer aus Winkelbreite...
Dünnfilmherstellung
- thermisches Aufdampfen
- Elektronstrahlverdampfen
- Spattern (Ionenstrahl direkt auf Target)
- Laserablation (erzeugt Plasma)
- Molekularstrahlepitaxie
Diffraktometrie
- Pulver-Diffraktometrie (Photonen monochrom, alle Ebenen), Debye-Scherrer
- Laue-Methode (Photonen "weiß", Einkristall), schlecht um Intensitäten zu bestimmen (da nicht wirklich weiß)
- Drehkristall (Licht monochrom, Kristall drehen, Detektor drehen, 4-dim. Parameterraum)
- Neutronenbeugung (n aus Reaktor + Monochromator durch Bragg-Reflexion)
- Elektronenbeugung
- TEM (transm.) dünne Probe (nm), kann atomare Strukturen direkt abbilden! 100keV-1MeV
- LEED (low energy) Oberfläche, 10-100eV
- RHEED (refl. high energy) ...keV (damit kann man die Schichten beim Aufdampfen zählen)