Collatz Problem ed
Ein mathematisches Problem.... ungelöst?
Meine eigenen Gedanken dazu, damit ich sie mir nicht jedes Mal neu ausdenke
Problem ed
Man fängt mit einer natürlichen Zahl n an und berechnet dann
$ n / 2 $ , falls n gerade
$ 3n + 1 $ , falls n ungerade
und das rekursiv.
Die Behauptung ist, dass man über diese Verkettung von jeder natürlichen Zahl aus zur 1 kommt.
Inverses Problem ed
Problem ed
Man kann eine Menge \( M_C \) definieren als diejenigen Zahlen, bei denen der "inverse" Graph von der 1 aus vorbei kommt:
- also zuerst \( 1 \in M_C \)
- für jede Zahl \( n \in M_C \) ist auch \( 2n \in M_C \) (Regel 1)
- ist \( n \equiv 4 \, (\text{mod } 6) \quad (n - 1) / 3 \in M_C \) (Regel 2)
Die Frage ist dann, ob \( M_C = \mathbb{N} \)
Definitionen ed
Ein Ast geht von einer Zahl (dem Keim) aus und folgt dann nur durch Regel (1).
Der Hauptast des Graphs ist der Ast mit der 1 als Keim. Mit den durch ihn erzeugten Keimen sieht er so aus:
$
\begin{array}{llll}
1 \rightarrow 2 \rightarrow &4 \rightarrow 8 \rightarrow &16 \rightarrow 32 \rightarrow &64 \rightarrow \dots\\
&1 &5 &21
\end{array}
$ Gedanken ed
Gedanke 0 ed
- Ein Keim ist ungerade
Folgt aus der ursprünglichen Problemstellung, dass eine gerade Zahl immer halbiert wird (also kein Keim sein kann).
Gedanke 1 ed
- Ein Ast besteht aus dem Keim und allen seinen 2er-Potenzen
Geht direkt aus der Regel (1) hervor.
Somit muss nur gezeigt werden, dass jede ungerade Zahl als Keim auftritt.
Gedanke 2 ed
- Ist ein Keim durch 3 teilbar, so erzeugt dessen Ast keine neuen Keime
Ist der Keim durch 3 teilbar, so sind auch alle Elemente n des Astes durch 3 teilbar und damit kann n+1 nicht durch 3 teilbar sein.
Gedanke 3 ed
- Erzeugt ein Element eines Astes einen Keim, so erzeugt das übernächste Element einen weiteren Keim
Ein Keim n wird von einem Ast-Element der Form \( 3n + 1 \) erzeugt. Das übernächste Ast-Element ist dann \( 4 (3n + 1) = 12n + 4 = 3 (4n + 1) + 1 \) . Somit ist der neue Keim von der Form \( 4n +1 \) (das Ast-Element dazwischen erzeugt keinen Keim!)
Insbesondere sind die von einem Ast erzeugten Keime dann durch den ersten Keim und dessen durch die Regel \( n \mapsto 4n + 1 \) Kette gegeben.
Gedanke 4 ed
- Ein Keim erzeugt nicht selbst einen Keim
Ein Keim n ist ungerade. Dann kann er nicht von der Form \( n = 3m +1 \) mit einer ungeraden Zahl m sein.
Gedanken zu Schleifen ed
- Jede Schleife ist durch ein Element eindeutig bestimmt
(aus der Eindeutigkeit des "positiven" Problems)
Damit kann es nur eine Schleife durch die 1 geben: 4,2,1
Somit widerlegt jede andere Schleife die Behauptung.